SOCIAL CLUB

Ein Begegnungsraum zum RAW 17 Photofestival  Worpswede

Der Katalog zum Projekt 

Das Raw 17 Photofestival Worpswede

Das Raw 17 Photofestival Worpswede mit hochkarätigen Fotoausstellungen von national und international renommierten KünstlerInnen findet vom 17.09.  bis 15.10.17 nach Raw 16 nun das zweite Mal statt. Ins Leben gerufen von Jürgen Strasser und Rüdiger Lubricht zählten im letzten Jahr die vier kuratierten Ausstellungen mehr als 8.000 Besucher.

Überblick Social Club

Wir als Studentengruppe werden über das verlängerte Wochenende vom 29.09 bis zum 03.10.2017 einen Social Club als Begegnungsraum ins Leben rufen, der aus den folgenden drei Bestandteilen zusammengesetzt ist:

RAW-Food-Verpflegung, Interaktionskunst und das Programm „Meet the artists“.

Der Social Club verfolgt dabei die Hauptziele der Begegnung und des Austausches von uns mit den Festivalbesuchern und Künstlern.

Auch bietet das Photofestival mit seiner großen Besucherzahl und vielen Fotokünstlern uns eine einmalige Möglichkeit für neue Kontakte und einer öffentlichkeitswirksamen Präsentation von eigenen künstlerischen Arbeiten („Interaktionskunst“) an.

Zudem dient das Projekt als studentische Repräsentanz der HKS auf dem Festival.

1. Raw-Food

Wie jedes Café wird der SOCIAL CLUB für leibliches Wohl, Geselligkeit und einen Kommunikationsraum sorgen.Bezugnehmend auf RAW im Sinne von roh, werden hier auch Rohkost-Speisen angeboten:So gibt es neben dem klassischen Kaffee und Tee auch Smoothies und neben eines Stück Kuchens auch Dattel-Kokos-Bällchen und Obst auf Spendenbasis zu erwerben.Der SOCIAL CLUB freut sich besonders auf vielfältige, mitgebrachte Essensspenden der Besucher.Durch geteiltes Essen soll eine besonders gemeinschaftliche Stimmung entstehen.

2. Interaktionskunst

 

Die Interaktionskunst im SOCIAL CLUB besteht aus einem physischen Foto-Objekt und einem elektronisch generiertem Bild, das an die Wand projektiert wird.

 

I. Interaktives Objekt „Herausnehmen und Drehen“

Dieses Objekt besteht aus 5x11 herausnehmbaren Klötzen. Auf jeder der vier Seiten ist ein Bildausschnitt von einem Portrait in Lebensgröße geklebt. Da jedoch Bildausschnitte von fünf Portraits (Personen) verwendet wurden ist es unmöglich, das vollständige Bild von einer Person herzustellen.

Es thematisiert so die Frage nach der Identität des Menschen. Können wir allein existieren oder nur in der Gruppe? Wo findet Vermischung untereinander statt? Wie Kontext abhängig ist eine Begegnung? Und nicht zuletzt: Können wir die Komplexität einer Person begreifen oder spielen da nicht auch unsere Projektionen und der Person nicht zugehörige Bilder mit hinein?

 

II. Interaktives Beamerbild „Click & Mix“

Diese Fotoinstallation ermöglicht es, vor Ort entstandene Portrait-Fotografien in das digitale 5x11 Raster einzufügen und eine Interaktion, Konfrontation und Vermischung der letzten Besucher und porträtierten Künstler zu erzeugen.

KünstlerInnen: Kaya Schimann, Rieke Bothe, Jennifer Lichtenberger, Smaida Brestrich

Dieses Kunstwerk ist käuflich zu erwerben. Bei Interesse nehme bitte Kontakt zu uns auf.

3. Meet the artits

 

Unter Meet the artists soll eine persönliche Begegnung zwischen Studierenden, Festivalbesuchern und Fotographen entstehen.

Dazu ist geplant einige Fotographen in den SOCIAL CLUB einzuladen, gerne auch um Teil der Interaktionskunst zu werden und danach zum gemütlichen Austausch zu bleiben.

Zeit und Künstler werden noch bekannt geben.

Des Weiteren bringen die Studierenden aus eigenen künstlerischen Auseinandersetzungen ebenfalls Positionen mit und planen so über ihre Kunst thematische Brücken und Begegnungen mit den Fotographen entstehen zu lassen.

 

Bewegnung I

Der Künstlers Hannes Jung thematisiert Ursachen und Folgen von Suizid in Litauen. Mit großer, existentieller Not beschäftigt sich auch Smaida Brestrich in ihrer Video-Arbeit „Umkehrung“ und verwandelt die Not in eine große Stärke.

Sich selbst spüren am Rande der eigenen Kräfte - durch einen Kopfstand in der Nordsee im Januar.

Die Video-Arbeit von Smaida Brestrich beschäftigt sich mit existentiellen Kraftgrenzen und Zerreißproben.

Was kann der menschliche Körper und die menschliche Psyche leisten und wo ist das Limit?

 

Doch es geht nicht nur um Schwere und Not:

Eine Gestik, die im Kopfstand und in dem Video enthalten ist, ist die Umkehrung. Die Umkehrung von oben und unten als Vertauschung des Gewöhnlichen, das Neuaustesten und Überprüfen von Regeln wie warm und kalt oder Sommer und Winter mit der Idee, dass sich die Welt vielleicht neu definieren lässt - auf den Kopfstellen lässt.

 

Widersetzen, Umwandeln und Verwandeln treten hier als die zentralen Kräfte der Umkehrung auf.

Begegnung II

Die Serie „Ein ungewöhnlicher Haarpflege-Salon“ von Christel Kremser zeigt eine inhaltliche Nähe zu der künstlerischen Arbeit „wohair“ von Sinda Vögele und Antonia Silva, die sich ebenfalls den Haaren als künstlerisches Ausdrucksmittel bedienen.

Aus der Perspektive zweier Afrodeutschen Frauen setzen sich Sinda Vögele und Antonia Silva in ihrer Fotoreihe „wohair“ mit dem Thema der Identität auseinander.

Grundlage für diese Auseinandersetzung bilden ihre Afrohaare und die Frage nach Fremdheit und Zugehörigkeit.

Was bedeutet eigentlich Fremdheit und wer definiert es?

 

Aus ihren eigenen Erfahrungen und ihres Wahrgenommen Werdens in einer weißen Mehrheitsgesellschaft beschäftigen sie sich darüber hinaus mit Exotisierungen und klischeehaften Stereotypisierungen.

Ihre Haare benutzen sie um ihren eigenen Erkennungswert ganz natürlich und schlicht sichtbar zu machen.

 

Neben der Fotoreihe entstand eine spoken words performance, die zu einem Perspektivwechsel einlädt und einen tieferen Zugang zu der Thematik ermöglich.

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