Meditationskurs mit Lama Sangyas

An der HKS Ottersberg, Juni 2017

Vom 14. Juni bis zum 20. Juni hat Lama Sangyas, ein buddhistischer Meditationsmeister und Mönch aus Tibet, der seit vielen Jahren Meditationskurse in Europa gibt, hat unsere Hochschule für Künste im Sozialen besucht und einen Meditationskurs der besonderen Art an unser Hochschule unterrichtet.

Es gab fünf Termine, an denen Lama Sangyas von seinen eigenen Erfahrungen berichtet und uns gezeigt hat, wie wir anhand verschiedener Techniken meditieren können. Wir haben jeweils zwei Stunden lang Sangyas gebannt zugehört, meditiert oder unsere eigenen Fragen stellen können - ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis!
 


Drupon Sangyas Riponche – so sein vollständiger Titel - ist ein Buddhistischer Meditationsmeister mit Hauptsitz in Estland. Dort und in Lettland leitet er das Drikung Zentrum seiner Tradition und auch in der Ukraine hat er ein Zentrum in der Nähe der hochbewaffneten Grenze zu Russland aufgebaut. Seit mittlerweile 17 Jahren reist er um die Welt: von Asien über Amerika bis Europa bekommt er Anfragen für seine Meditationskurse.

Ursprünglich kommt Lama Sangyas aus dem fernen Ladakh im Himalaya, das früher zu Tibet und heute zu Indien gehört. Mit neun Jahren kam er als jüngster der Familie ins Kloster, studierte dann buddhistische Philosophie und wurde Schüler von Chetsang Riponche. Dieser gab ihm die Einweihung zu dem traditionellen Drei-Jahres-Retreat in Almora in mitten der Natur. Für die langjährige Meditation in Schweigen und Einsamkeit entschied sich Lama Sangyas dann noch ein zweites Mal und speist aus dieser Zeit besonders tiefgründige und unglaubliche Erfahrungen, die er mit uns im Meditationskurs geteilt hat und uns unser eigenes Glaubensmuster hinterfragen lies. 

In dem Meditationskurs hat Lama Sangyas über verschiedene nicht religiöse Zugänge zur Meditation und die unglaublichen heilenden und friedenstiftenden Potentiale der Meditation gesprochen. Mit dem Üben von ausdauernder Konzentration, Öffnung der Chakren und Atemübungen haben wir Techniken erfahren, mit denen wir unser inneres Gleichgewicht herstellen und erhalten können. Mit Meditationen über die Liebe für alle, über die eigene Wünsche oder die Kunst des Loslassens können wir lernen, immer positiver zu denken.Denn letztlich geht es darum, wie Sangyas gern betonte, dass wir alle im Glück sind.

Ehrlich und offen berichtete er in diesem Zusammenhang über seine eigenen Hindernisse, Gedanken und Gefühle, die ihn auch straucheln ließen und er dann in seinem Leben verwandelt hat.Seine Erfahrungen sind wie Geschichten von weit her - teils berührend menschlich und teils faszinierend unglaublich. Was uns alle ebenfalls tief berührt und fasziniert hat, ist nicht zuletzt die lebensfrohe, jung gebliebene und herzliche begegnende Art des Lamas. Sie war es, die ganz wesentlich dazu beigetragen hat, dass wir während des Meditationskurses von Herzen strahlten und wir so an seinem Beispiel erahnen konnten, welche tiefgreifenden Schätze eine lange Meditationspraxis bereithält.

 

Wir sind sehr froh, den Lama Sangyas vor einem Jahr während des P3-Projektes in dem Milarepa Retreat Zentrum zu den "Monkey Year Teachings" in Schneverdingen kennengelernt und ihn nun an unserer Hochschule als Meditationslehrer empfangen zu haben. Der Kontakt zu Lama Sangyas wird weiterhin bestehen bleiben und ein neues Projekt ist bereits geplant:

Nächstes Jahr werden wir – die Organisatorinnen Smaida Brestrich, Jennifer Lichtenberger und Sinda Vögele - dann als Absolventinnen im Gegenzug den Lama in seiner Heimat Ladakh besuchen und ein künstlerisches Projekt mit Kindern vor Ort durchführen. Auf all die neuen Erfahrungen und Begegnungen sind wir sehr gespannt.Nicht zuletzt wollen wir uns auch bei allen Teilnehmern für ihr Interesse, ihre Freude am Kurs und ihre Spenden, sowie die Projektförderung des AstAs bedanken, die die Durchführung des Kurses erst ermöglicht hat.

Vielen Dank!

Zeitungsartikel:

Rotenburger Rundschau (12.07.17)

Bericht auf der HKS-Seite (19.07.17)

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